Krippengruppe

Die Krippe ist Bestandteil der Kita St. Pankratius.  Sie bietet 15 Plätze für Kinder unter 3 Jahren. Die Öffnungszeiten der Krippe wird den Bedarfen der Familien im uns möglichen Rahmen angepasst. Unsere Krippengruppe wird von 2 Erzieherinnen und einer zusätzlichen Betreuungskraft begleitet.
Jedes Kind hat eine feste Bezugserzieherin, die auch für die jeweiligen Eltern die Ansprechpartnerin ist.

Bildung in der Krippe

Bildung und Lernen gehen vom Kind aus. Es eignet sich eigenständig, erfahrungsabhängig und selbst organisiert sein Wissen und seine Fähigkeiten an. Von Geburt an setzt es alle Energie in das Kennenlernen und Begreifen der Welt.  Seine angeborene Neugier, seine Wissbegierde und seine Erkundungsbereitschaft lassen es spielerisch handeln, wahrnehmen und erleben. Das Kind entwickelt kreative Lösungswege für sich aufwerfende Fragen, es erprobt verschiedenste Handlungsmöglichkeiten und erweitert zunehmend seinen Wirkungskreis. Kinder sind forschende Lerner, die sich zu allem, was sie wahrnehmen und erfahren, eigene Theorien bilden.  Diese werden immer wieder überprüft, bei neuen Erfahrungen abgewandelt oder verworfen, sobald sie andere Erklärungsmöglichkeiten gefunden haben.
Bildung bei Kindern gelingt, wenn sie Bindung, Beziehungsqualität und Sicherheit erfahren, wahrnehmende und wissende Erwachsene erleben, die Räumlichkeiten und Materialien zum Forschen, Entdecken und Gestalten auffordern, sie sich in Freiheit angstfrei bewegen können und sie gemeinsam mit anderen Kindern ihre Lebenswelt erkunden können.
Die Raumgestaltung und die verschiedenen Spielmaterialien in unserer Krippe ermöglichen den Kindern ein altersgemäßes Auseinandersetzen mit ihrer Umgebung und unterstützen und fördern so die kindliche Entwicklung.
Wesentliche Bildungssituationen in unserer Krippe sind:

  • der Dialog mit den Eltern,
  • die Eingewöhnung und der Übergang in die Kita,
  • das Bringen und Abholen,
  • die beziehungsvolle Pflege,
  • die Mahlzeiten –essen und trinken,
  • das Ruhen und Schlafen,
  • die Raumgestaltung,
  • Beobachtung und Dokumentation,
  • Qualitätsentwicklung und –sicherung.

Grundlage unserer Arbeit sind die „Bildungsziele in Lernbereichen und Erfahrungsfeldern“ aus den Handlungsempfehlungen zum niedersächsischen Orientierungsplan für die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren.

Dialog mit den Eltern

Eltern sind die wichtigsten Personen im Leben eines Kindes.  Wir sehen Eltern als Experten für ihr Kind, mit denen wir in einer Erziehungspartnerschaft eng zusammenarbeiten.
Unser Ziel ist es, zu den Eltern und Kindern eine verlässliche und tragfähige Beziehung aufzubauen. Grundlage dafür ist ein wertschätzender, offener, enger und positiver Austausch über das Kind. Dabei steht es  für uns außer Frage, dass Eltern immer die wichtigsten Bezugspersonen des Kindes sind und bleiben.
Eine besondere Bedeutung hat für uns der tägliche Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieherinnen. Dabei geht es um Informationen über  die Befindlichkeit, Essen, aktuelle Spielsituationen, neue Entwicklungsschritte, Ruhe- oder Schlafphasen  des Kindes.
Mindestens einmal im Jahr bieten wir den Eltern ein Entwicklungsgespräch an, in dem die Kompetenzen des Kindes und sein derzeitiger Entwicklungsstand im Vordergrund stehen.
Auf Elternabenden informieren wir die Eltern über unsere pädagogische Arbeit und Entwicklungsthemen.
Um den Eltern einen Einblick in unsere Arbeit zu geben, laden wir sie zu Hospitationen ein.

Eingewöhnung und Übergang

Jedes Kind braucht eine individuell gestaltet Eingewöhnungszeit. Diese dient dazu, eine verlässliche und tragfähige Beziehung zwischen der Bezugserzieherin und dem Kind aufzubauen.
Für uns ist eine Beziehung verlässlich und tragfähig, wenn sich das Kind nach dem Abschied von seinen Eltern von der Bezugserzieherin trösten lässt und sich danach dem entdeckenden Spiel zuwendet. Die Eingewöhnung ist  abgeschlossen, wenn sich das Kind problemlos von seinen Eltern trennen kann. Diese Phase kann zwischen 2 – 8 Wochen dauern.
Zur ersten Kontaktaufnahme besucht die Bezugserzieherin gemeinsam mit der Einrichtungsleiterin das Kind und seine Familie zuhause. Danach findet die Eingewöhnung in der Einrichtung statt. Grundlage dafür ist das Berliner Eingewöhnungsmodell.
Der Übergang des Kindes von der Krippe in die Kita ist ein wichtiger Schritt in der frühkindlichen Entwicklung. Die Kinder werden durch die abgebende Erzieherin gut darauf vorbereitet. Dieser Übergang ist gleitend und über einen längeren Zeitraum angelegt. Zunächst wird die aufnehmende Erzieherin den ersten Kontakt in den vertrauten Krippenräumen suchen. Dann besucht das Krippenkind gemeinsam mit seiner Bezugserzieherin seine zukünftige Kitagruppe und kann dann stundenweise an Aktivitäten seiner neuen Gruppe teilnehmen.
Zwischen der abgebenden und der aufnehmenden Erzieherin findet ein Übergabegespräch statt.

Das Bringen und Abholen der Kinder

Jedes Kind wird mit seinen Eltern begrüßt und verabschiedet. Es besteht genügend Zeit, sich aufeinander einzustellen und wichtige Informationen auszutauschen. Wir achten auf den individuellen Rhythmus eines jeden Kindes zu Tagesbeginn und ermuntern die Eltern zum Abschied nehmen über Rituale. Persönliche Gegenstände des Kindes als Übergangsobjekte sind willkommen.
Die Abholzeit des Kindes soll nicht in dessen Schlafphase liegen. Uns ist es sehr wichtig, dass sich die abholende Person gemeinsam mit dem Kind bei der anwesenden Erzieherin verabschiedet. Dadurch wird dem Kind deutlich, dass ein Tagesabschnitt beendet und ein neuer begonnen wird.

Beziehungsvolle Pflege

Der Umgang mit den Grundbedürfnissen der Kinder, wie das Einnehmen der Mahlzeiten, die Gestaltung von Ruhezeiten und die Körperpflege nehmen einen breiten Raum ein und sind von elementarer Bedeutung. Die Pflegesituationen sind für die Entwicklung und Vertiefung der Beziehung von Kind und Bezugserzieherin sehr wichtig. Besonders das Wickeln und Anziehen bietet Möglichkeiten für die Gestaltung einer liebevollen, intensiven, individuellen und sprachlich begleiteten Interaktion. Diese Zeit gehört allein der Beziehungspflege und ist ein wichtiges Element im Tagesablauf. Das Kind bekommt die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Bezugserzieherin. Sie begegnet dem Kind mit Achtung und Wertschätzung seiner Individualität.
Beim Trockenwerden des Kindes gehen wir von der Grundannahme aus, das jedes Kind von sich aus den Drang entwickelt, trocken zu werden. Um sauber zu werden muss das Kind zwei wesentliche Entwicklungsschritte machen: Es muss die Signale aus dem Inneren seines Körpers wahrnehmen und richtig einordnen und seine Schließmuskeln zunehmend kontrollieren können. Dieser Prozess ist ein Zusammenspiel von geistiger und körperlicher Reifung und kann nicht erzwungen werden. Wir achten und unterstützen die individuellen Signale des Kindes und begleiten es in dieser Phase geduldig und ermutigend.

Die Mahlzeiten – essen und trinken

Nach unserem Bild „Das Kind ist Akteur seiner Entwicklung“ soll sich das Kind möglichst selbständig und mit allen Sinnen regelmäßig und verantwortlich die Welt der Nahrung erschließen können. Feste Mahlzeiten  und Rituale tragen zu einer gemeinschaftlichen und spannungsfreien Essensatmosphäre bei. Die Kinder werden in die Planung und Durchführung der Mahlzeiten ihrem Alter entsprechend einbezogen. Dadurch werden sie zur Nahrungsaufnahme motiviert. Kein Kind wird zum Essen gezwungen. Gibt das Kind deutliche Signale der Sättigung, in dem  z. B. der Säugling den Kopf wegdreht, ist die Mahlzeit beendet. Die Mahlzeiten der Säuglinge und der sehr kleinen Kinder werden nach deren individuellem Tagesrhythmus angeboten.

Ruhen und Schlafen

Schlafen ist ein biologisches Grundbedürfnis des Kindes. Unsere Krippe bietet den Kindern einen separaten Schlafraum, aber auch außerhalb dieses Raumes Platz zum Ruhen, sich zurückzuziehen oder still zu beobachten.

Die Schlaf- und Ruhephasen sind an dem individuellen Bedürfnis eines jeden Kindes ausgerichtet. Jedes Kind hat in unserer Einrichtung seinen eigenen Schlafplatz. Für uns ist das Zu-Bett-Bringen   eine wertvolle und intensive Beziehungsphase. Die Bezugserzieherin begegnet dem Kind mit Wertschätzung, Zuwendung und Aufmerksamkeit und begleitet es so mit individuellen Ritualen in den Schlaf.

 

Raumgestaltung

Im Eingangsbereich befindet sich ein ansprechender und großzügig gestalteter Garderobenraum zum Aus- und Anziehen und als Kommunikationsbereich für Eltern, Kinder und Erzieherinnen.
Der Gruppenraum mit integrierter Küche und Essbereich lädt zum Spielen, Erforschen, Experimentieren und zum gemeinsamen Zubereiten und Essen der Mahlzeiten ein.
An diesen Raum schließt sich die große Bewegungslandschaft an, wo die Kinder Raumerfahrungen wie oben, unter, über … machen, klettern, sich verstecken, unterschiedliche Bodenbeläge erfühlen und viele wichtige Bewegungserfahrungen machen.
Ein gemütlich eingerichteter Ruhe- und Schlafraum lädt zum Rückzug, kuscheln, schlafen und zur individuellen Beziehungspflege ein.

 

Der Waschraum bietet ein Planschbecken und ein Waschbecken für das Spielen mit Wasser, 2 kleine Toiletten für das Üben des Trockenwerdens und einen großen Wickelbereich für die intensive Beziehungszeit beim Wickeln. Im Wickelbereich intergiert sind Duschwanne und Schubladen für die Wechselwäsche.

 

 

 

 


Ein weiterer Raum dient als Arbeitsbereich für die Erzieherinnen und fürs Malen und kreative Gestalten mit Kindern.

 

 

 

 

 

 

Unser Außengelände bietet einen zusätzlichen Entwicklungsraum für die körperliche und soziale Entfaltung  unserer Kinder. Es regt zu Natur- und Bewegungserfahrungen an und hat einen hohen Aufforderungscharakter.

 

 

 

 

 

Ein großer Flur mit Garderobenbereich für Erwachsene, eine Erwachsenentoilette und ein Abstellraum runden das Raumangebot ab.

 

Tagesablauf

Der Tagesablauf in unsrer Krippe beinhaltet die oben aufgeführten Punkte und setzt feste Orientierungspunkte für die Kinder.
Es gibt Zeiten für die Begrüßung und die Verabschiedung, das Freispiel, gemeinsame Stuhlkreise von den Kindern mitentwickelten Ritualen, gemeinsame und individuelle Essenzeiten, spielen auf dem Außengelände, Ruhe- und Schlafzeiten.